Mandantentrennung, Unveränderbarkeit und Protokollierung
sind bei KantTresor keine Einstellungen, die man vergessen kann — sie stecken im Aufbau. Diese
Seite erklärt, was das technisch heißt, in einer Sprache, die auch die Geschäftsführung liest.
Die meisten Systeme trennen Mandanten über eine Spalte in einer gemeinsamen
Tabelle. Das funktioniert, solange jede einzelne Abfrage im Code daran denkt — und eine
vergessene reicht, damit Daten sichtbar werden, die niemand sehen sollte.
KantTresor trennt eine Ebene tiefer: eine eigene Datenbank pro Mandant,
ein eigener Speicherbereich, ein eigenes Protokoll. Pro Anfrage ist genau ein Tresor
aktiv. Eine mandantenübergreifende Abfrage ist damit nicht schwer zu vermeiden, sondern
technisch nicht formulierbar.
Benutzer- und Zugriffsdaten liegen getrennt von den Dokumentdaten.
Ein API-Zugang gehört zu genau einem Tresor.
Auch Hintergrundaufgaben tragen ihren Mandantenkontext mit.
Jede neue Tabelle wird gegen genau diese Trennung getestet, bevor sie eingebaut gilt.
Was das im Alltag bedeutet
Die Grundstücksgemeinschaft und die operative GmbH teilen sich einen Login
und sonst nichts. Ein Buchhalter mit Zugriff auf die eine sieht in der anderen keine Zeile —
auch nicht versehentlich, auch nicht über die Suche, auch nicht über die API.
Und beim Ausscheiden eines Mandanten
Weil alles eines Mandanten an einer Stelle liegt, ist die Herausgabe ein
Export und die Löschung eine abgeschlossene Handlung — kein Suchen nach Restbeständen in
gemeinsamen Tabellen.
Unveränderbarkeit
Das Original wird nach dem Eingang schreibgeschützt.
Sobald ein Dokument gesichert ist, ist es festgeschrieben —
auf Speicherebene, nicht nur per Regel in der Anwendung. Wer danach etwas bearbeitet, arbeitet
auf einer Ebene darüber: Stempel, Anmerkungen, Metadaten, Freigaben. Das Original bleibt Byte
für Byte, wie es ankam.
Eine inhaltlich neue Fassung wird zur nächsten Version
derselben Akte. Die vorige bleibt erhalten und sichtbar. Es gibt keinen Weg, eine Version still
zu ersetzen — und genau das ist der Punkt.
✓Prüfsumme je DokumentJede Datei trägt ihre eigene Prüfsumme; Veränderung wäre nachweisbar, nicht bloß unwahrscheinlich.
✓Zeitstempel und SignaturDie Festschreibung wird signiert und mit einem Zeitstempel versehen.
✓Protokoll mit AkteurJede Änderung nennt, wer sie ausgelöst hat — Person, Skript oder Modell samt Version.
✓Automatik schlägt nur vorModell und Workflow erzeugen Vorschläge, keine stillen Fakten. Ihre Handeingabe hat Vorrang.
GoBD
Der Lebenszyklus ist sichtbar, nicht behauptet.
Eingang, Bearbeitung, Frist: das ist der GoBD-Teil. Ob etwas
freigegeben oder gebucht ist, ist der Arbeitsteil. KantTresor hält beides bewusst auseinander — weil
die Vermischung genau die Unklarheit erzeugt, die eine Prüfung teuer macht.
Fristen laufen mit
Aufbewahrungsfristen hängen an der Dokumentart und werden automatisch
fortgeschrieben. Niemand muss im Kopf haben, wie lange ein Kassenbeleg zu halten ist.
Protokoll pro Dokument
Wer hat wann was gesehen, geändert, freigegeben — abrufbar direkt am
Dokument, nicht als Rohdatei, die erst jemand auswerten muss.
Prüfungsexport
Ein Datenpaket mit Dokumenten, Metadaten und Verfahrensdokumentation. Die
Betriebsprüfung wird damit zu einem Knopfdruck statt zu einem Projekt.
Ehrlich gesagt
GoBD-Konformität ist keine Zertifizierung, die eine
Software für sich allein erwerben kann — sie hängt immer auch an Ihren Abläufen. KantTresor
liefert die technischen Voraussetzungen (Unveränderbarkeit, Protokollierung, Fristen, Export) und
die Verfahrensdokumentation dazu. Kant IT-Solutions bespricht die Abläufe bei der Einführung
mit Ihnen und, wenn Sie möchten, mit Ihrer Steuerkanzlei.
Betrieb
In Deutschland — oder gleich bei Ihnen im Haus.
Cloud bei uns
Betrieb in deutschen Rechenzentren. Verschlüsselung im Transport und im
Speicher, getrennte Mandantenschlüssel, tägliche versionierte Sicherung, Überwachung und
Updates inklusive. Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO gehört dazu, nicht dagegen.
Sie installieren nichts
Lokal bei Ihnen
Der Tresor läuft in Ihrem Netz; die Daten verlassen es nie. Die Hardware
stellen wir — passend dimensioniert, aufgebaut, eingerichtet und gewartet. Auch die
Sprachmodelle laufen dann lokal: es geht nichts nach draußen, auch nicht zur Analyse.
Hardware von Kant IT-Solutions
Sicherung mit Rückweg
Verschlüsselte, geplante Sicherungen auf lokale
Ziele, Netzlaufwerk, USB oder pCloud — je Mandant getrennt, mit Aufbewahrungsregel und
geprüfter Rücksicherung. Eine Sicherung ist nicht dasselbe wie das Archiv: sie dient dem
Katastrophenfall, führend bleibt der Tresor.
Zugang absichern
Zwei-Faktor-Anmeldung je Benutzer mit
Wiederherstellungscodes. Rollen und Rechte pro Tresor; was jemand nicht darf, erscheint gar
nicht erst in der Navigation. API-Zugänge lassen sich einzeln abschalten.
Sichtbarer Systemzustand
Eine Statusseite zeigt, ob alle Dienste laufen und
wie viel Speicher belegt ist. Hängengebliebene Verarbeitungen werden automatisch erkannt und
erneut versucht — statt unbemerkt liegen zu bleiben.
Künstliche Intelligenz — aber nicht auf fremden Servern
Erkennung, Klassifizierung und der Dokumenten-Chat laufen standardmäßig lokal auf
Ihrer Instanz. Mandantendaten verlassen die Installation nicht, um irgendwo ausgewertet zu
werden. Trainiert wird ausschließlich auf Ihren eigenen Dokumenten, getrennt von anderen
Mandanten.
Und was das Modell liefert, ist immer ein Vorschlag: annehmbar, ablehnbar,
protokolliert. Es gibt keinen Zustand, in dem eine Maschine unbemerkt eine Tatsache in Ihre
Buchhaltung geschrieben hat.
Kein Training auf Ihren Daten für andere
Ihre Dokumente verbessern Ihr Modell. Nicht ein
gemeinsames, nicht unseres, nicht das eines Anbieters.
Nachvollziehbar, nicht magisch
Vorschläge nennen ihre Fundstelle im Dokument. Man
sieht, warum das System etwas annimmt — und kann widersprechen.
Wir richten Ihren ersten Tresor gemeinsam ein.
30 Minuten Gespräch, danach steht ein
Test-Tresor mit Ihren echten Belegen. Kant IT-Solutions übernimmt Einrichtung, Migration
und Schnittstellen.